Römisches Vermächtnis in Tulln

 
Römische Erinnerungen auf Schritt und Tritt
Römische Erinnerungen auf Schritt und Tritt

Römische Erinnerungen auf Schritt und Tritt

2.000 Jahre alte Steintürme, anmutige Gefäße, Statuetten, Schmuck. Sogar ein Menü, zubereitet nach römischen Originalrezepten – in und um Tulln folgt man den Spuren der Römer. Und bekommt spannende Einblicke in deren Lebenskultur.  

Rund um Christi Geburt: römische Soldaten, Händler und Bauern mit ihren Familien besiedeln die strategisch besten Orte entlang des Donaulimes. 500 Jahre lang schützten sie die Nordgrenze ihres Reichs vor Barbareneinfällen und betreiben regen Handel.  

Einfach antik

Wie gut sich die Römer aufs Bauen verstanden, zeigt ein Rundgang durch Tulln – und ein Besuch im Römermuseum. 2.000 Jahre konnten dem mächtigen, aus Steinen erbauten Römerturm nichts anhaben. Er zählt, als eines der ältesten Gebäude Österreichs, zu den wenigen erhaltenen antiken Bauten nördlich der Alpen. Überreste der Befestigungsmauern lassen auch die Dimensionen des Kastells Comagenis erahnen. 1.000 Reiter standen hier im Dienst – mehr Menschen, als es damals in den meisten Ortschaften gab. Sie waren eine gute Einkommensquelle für Händler und Bauern, die rund um das Kastell lebten.

Einfach entdeckenswert

In Zeiselmauer, von Tulln aus per Rad am Donauradweg erreichbar (ca. 10 km), beeindrucken die steinernen Überreste eines Kastells. Gleich um die Ecke, im Gasthof „Zum lustigen Bauern“, wird jeden Monat (und auf Anfrage) ein Original-Menü nach Rezepten des römischen Feinschmeckers Apicius aufgetischt. Weiter geht´s entlang des Schubert-Radweges (68 km) nach Zwentendorf, wo Kaiser Marc Aurel ein Reiterkastell errichten ließ. Zu guter Letzt erinnern in Traismauer das mächtige Römertor und der Hungerturm an das Kastell Augustianis.