Fotocredit: © Robert Herbst

Donaulände und Gästehafen

Die Donaulände: Tullns schönster öffentlicher Garten

Die Donaulände ist der attraktiv gestaltete und liebevoll gepflegte „gemeinsame Garten“ Tullns.  Idyllische und naturnah bepflanzte Picknickwiesen laden zum Verweilen ein, gemütliche Sitzgelegenheiten bieten entspannende Blicke über die vorüberziehende Donau und bei einem Spaziergang oder einer gemütlichen Radfahrt gelangt man in wenigen Minuten von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten.

Gleichzeitig Eintrittspunkt und weitläufige Verweilzone ist der Gästehafen an der Donaulände: Durch den Klosterweg auf nur 2 Gehminuten mit dem Hauptplatz verbunden, bietet er durch seine auffällige Gestaltung mit hellgelbem Sandbelag und attraktiver Bepflanzung samt Blumentreppe das ideale, fast mediterrane Ambiente zum gemütlichen Verweilen am Wasser. Vorbeifahrende Radtouristen des Donauradweges sowie die Passagiere der Donauschifffahrts-Linien lädt die Gestaltung umgekehrt zu einem Besuch im Stadtzentrum ein.

Spielen, genießen, verweilen
Direkt beim Gästehafen befindet sich ein schattiger Spielplatz inmittern der Natur, der sowohl für Gäste als auch für BürgerInnen mit Kindern ein beliebter und belebter Treffpunkt ist.

Genau hier, direkt bei der Seerosenbrücke, beginnt auch der Tullner Wasserpark: Mit seinen ökologisch revitalisierten Donau-Altarmen und einem attraktiven Wegenetz bietet er ein reizvolles Freizeiterlebnis zum Spazieren, Sporteln und Bootfahren und stellt auf nur 10 Gehminuten eine grüne Verbindung zur GARTEN TULLN her.

Picknickwiesen zur gemeinsamen Nutzung
Die Donaulände wurde ab dem Gästehafen flussabwärts ganz bewusst angelegt, um ein Ort des Zusammenkommens zu werden.

Die Picknickwiesen mit schattenspendenden Bäumen und die Wassertreppe mit Blick über die vorbeifließende Donau nahe der Donaubühne bieten ein ieinmaliges Ambiente, um mit Freunden und Familie Zeit im Freien zu verbringen und einfach die Seele baumeln zu lassen.

Kunst an der Donau
Besonders das mittlere Stück der Donaulände rund um das Minoritenkloster und die Minoritenkirche ist ein sehenswertes Zentrum für Kunst und Kultur.

Ausgehend vom Wasserpark spaziert man an der prächtig gestalteten Donaulände direkt am Hundertwasser-Schiff "Regentag" vorbei, das im Gästehafen hinter dem Minoritenkloster vor Anker liegt. Etwas weiter flussabwärts befindet sich das Römermuseum, das sich der Entstehungszeit Tullns gewidmet hat. Ganz in der Nähe sind auch die in den 1970er Jahren entdeckten die Grundfesten der Porta Prinzipalis Dextra, des östlichen Doppeltores zum ehemaligen römischen Lager zu sehen. Zu den ältesten Bauwerken Österreichs und den in Nordeuropa wenigen originalen Römerbauten zählt der gut erhaltene Römerturm.

Schiele-Stadt Tulln an der Donau
Ein Teil jüngerer Geschichte rund um den berühmtesten Sohn Tullns findet sich im Egon Schiele Museum. Das Museum ist seit 1990 ein Fixpunkt der Kulturlandschaft der Stadt Tulln, wurde 2018 umfassend und modern umgestaltet und zeigt insbesondere Schieles Frühwerk.

Kunst und Kultur der Gegenwart gibt es auf der Donaubühne: Den ganzen Sommer über finden auf der imposanten Freiluftbühne direkt an der Donau Konzerte und Veranstaltungen für Groß und Klein statt.

Die Donaulände: Vom Überschwemmungs- zum Erholungsgebiet
Die Lage an der Donau mit der Möglichkeit des Donauüberganges bestimmt seit jeher die Schicksale der Stadt. Die Lände war im Mittelalter Handels- und Warenumschlagplatz für Tulln.

Die Donau wurde erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts reguliert, bis dahin bildete sie eine unwegsame und verzweigte Stromlandschaft, die sich ständig änderte. Die Donau war aber nicht nur Lebensader, sondern durch ihre gefährlichen Hochwasser auch eine ständige Bedrohung für die Stadt. Endgültig gebannt wurde diese erst durch die Dammbauten für das Donaukraftwerk Greifenstein (1984). Nach Errichtung des Kraftwerkes konnte die Donaulände als Erholungsraum großzügig neu gestaltet werden. Sie reicht von der Einmündung der Großen Tulln bei der Rosenbrücke bis nach Langenlebarn.

 

Die Umgestaltung der Donaulände in den Jahren 2017 - 2019 wurde von der NÖ Dorf- und Stadterneuerung gefördert.